Camino 2025

12.05.2025 Pontevedra – Caldas de Reis

Pontevedra – Caldas de Reis

Heute stand eine der Etappen auf dem Jakobsweg an, die mir einiges abverlangt hat. Schon nach wenigen Minuten unterwegs begann der Regen, und ich spürte sofort, dass es kein leichter Tag werden würde. Ich hatte mir noch schnell im Waschsalon trockene Schuhe und Hosen organisiert – eine gute Idee, dachte ich. Doch keine halbe Stunde später waren Waden und Füße trotz allem komplett durchnässt.

Nur mein Poncho hielt tapfer stand und schützte mich vor dem Gröbsten. Ein Highlight war der Wasserfall kurz vor Caldas de Reis, der durch den Regen noch kräftiger wirkte. Dieses Naturschauspiel erinnerte mich daran, wie nah Erschöpfung und Schönheit auf dem Jakobsweg beieinanderliegen. Und in Caldas de Reis selbst, das für seine warmen Thermalquellen bekannt ist, lichtete sich der Himmel endlich. Es war, als wolle der Weg mir zeigen: nach jeder Prüfung kommt ein Moment der Ruhe.

Philosophisch betrachtet ist der Jakobsweg oft ein Spiegel des Lebens. Regen und Wind sind wie die Herausforderungen, die uns manchmal niederdrücken wollen. Doch gerade in diesen Momenten spüren wir unsere innere Stärke. Heute habe ich erkannt: Ich bin in der Lage, auch durch widrige Umstände hindurchzugehen – nicht nur auf dem Camino, sondern auch in meinem Leben.

In zwei Tagen werde ich in Santiago de Compostela ankommen. Der Gedanke daran erfüllt mich schon jetzt mit tiefer Freude. Der Weg hat mich geprüft, doch er hat mir auch gezeigt, wie viel Vertrauen und Kraft in mir selbst liegt.

Meine Erkenntnis des Tages:

Ich bin stark und voller Vertrauen. Was ich mir vornehme, ziehe ich durch. Und dafür bin ich unendlich dankbar.


Pontevedra – Caldas de Reis Gallerie 01


Pontevedra – Caldas de Reis Gallerie 02


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