Was am Ende wirklich zählt

Wir verbringen viel Kraft damit, etwas zu erreichen. Doch wodurch fühlt sich ein Leben wirklich reich an?
Wir arbeiten, planen und verschieben. Wir möchten Sicherheit schaffen, gebraucht werden und etwas aufbauen. Daran ist nichts falsch. Arbeit kann Sinn geben und Verantwortung ist ein Ausdruck von Fürsorge.
Schwierig wird es, wenn das Leben ständig auf später wartet: auf den Urlaub, auf weniger Aufgaben, auf den richtigen Moment. Dann werden die Dinge, die uns wichtig sind, zu Punkten am Ende einer langen Liste.
Doch Nähe lässt sich nicht ansparen. Erholung kann nicht unbegrenzt verschoben werden. Ein ehrliches Gespräch, gemeinsames Lachen, ein Weg durch den Wald oder ein stiller Morgen gewinnen ihren Wert dadurch, dass wir sie erleben – nicht dadurch, dass wir sie irgendwann vorhaben.
Vielleicht ist Balance kein Zustand, den wir eines Tages endgültig erreichen. Vielleicht ist sie eine wiederkehrende Entscheidung: Was braucht heute meine Kraft? Was darf warten? Und wo möchte ich wirklich anwesend sein?
Am Ende erinnern wir uns selten an den vollkommen gefüllten Kalender. Wir erinnern uns an Blicke, Berührungen, Orte und Augenblicke, in denen wir uns verbunden fühlten.
Ein Impuls für dich
Was ist dir wichtig genug, um nicht länger nur „später“ stattzufinden?
Eigenständiger Chamyli-Text. Er ersetzt die bisherige anonyme Netzfund-Fassung „Ironie des Lebens“.
